Zu Besuch bei … Bunte Burger

Zu Besuch bei … Bunte Burger

Seit Mai 2014 lassen „Bunte Burger“ wie der „König Ludwig Alpen Burger“ oder der „Happy Buddha Asia Burger“ die Herzen von hungrigen Kölnern höher schlagen. Mit ihrem Foodtruck stehen Ulrich Glemnitz und Mario Binder zum Beispiel mittwochs auf dem Rudolfplatz. Aktuell arbeiten sie außerdem mit Hochdruck an der Eröffnung ihres ersten Restaurants, das ab Ende April an der Hospeltstraße 1 (Haltestelle Leyendeckerstraße) Ehrenfeld mit gesunden und leckeren Burgern versorgen wird. Das Besondere dabei: Alle Burger sind komplett vegan und bio. Grund genug, mich mit Ulrich zu treffen und mit ihm über seine und Marios Geschäftsidee zu sprechen.

Was sind die Bunten Burger und wie ist die Idee entstanden?

„Wir bieten in unserem Foodtruck vegane Burger in bester Bioqualität an, die aus der Reihe tanzen und jeden durch ihren Geschmack überzeugen“, erzählt mir Ulrich. Sowohl er als auch sein Mitgründer und Freund aus Kindertagen Mario, haben ursprünglich BWL studiert und in den Branchen Online und Logistik gearbeitet. Vor einiger Zeit haben sie dann beschlossen ein eigenes Unternehmen zu einem „Herzensthema“ zu gründen — auch um wieder direkter in den Kontakt mit Menschen zu kommen. „Mario hat dann eine Sendung über Foodtrucks in den USA gesehen. Und da mich das Thema ‚Vegan‘ seit vielen Jahren begleitet, wurde so Anfang 2014 unsere Idee geboren.“

Was ist eure Motivation?

Vor allem der Wunsch die vegane Idee zu verbreiten, steht für Ulrich im Vordergrund: „Und da nützt es nichts, den Leuten bloß etwas zu erzählen. Was viel besser wirkt, ist sie einfach durch gutes Essen zu überzeugen. Mich motiviert es dann immer wieder, wenn wir positives Feedback erhalten und wir an strahlenden Gesichtern merken, dass wir etwas richtig gemacht haben.“ Um die Reaktanz zu vermeiden, die das Wort „vegan“ bei vielen Menschen immer noch auslöst, verzichten die Bunten Burger übrigens ganz bewusst in ihrer Kommunikation auf dieses Schlüsselwort.

Mit welchen Schwierigkeiten hattet ihr zu kämpfen?

„Am Anfang war für uns alles neu“, berichtet Ulrich. „Als Quereinsteiger wussten wir natürlich nicht, wie man eine Gastroküche einrichtet, wo man einkauft und so weiter.“ Hinzu kamen behördliche Hindernisse, da man sich nicht einfach mit einem Foodtruck auf öffentliche Plätze wie Office Parcs stellen kann. „Da heißt es dann Überzeugungsarbeit zu leisten, um an gute Privatgrundstellplätze zu kommen. An zentrale Orte, an denen es Menschen gibt, die mittags Hunger haben.“

Mario Binder und Ulrich Glemnitz

Mario Binder und Ulrich Glemnitz in ihrem Foodtruck

Was waren bisher eure schönsten Erfolgserlebnisse?

Die Akzeptanz und das Interesses der Kölner an den veganen Burgern hat die beiden Gründer positiv überrascht: „Damit haben wir in dem Ausmaß nicht gerechnet“, so Ulrich. „Auch dass wir bei Veranstaltungen, wie dem veganen Sommerfest in Köln, immer ausverkauft waren, ist ein tolles Gefühl.“ Hinzu kommt, dass Ulrich und Mario mittels Crowdfunding vor Kurzem rund 45.000 Euro für die Finanzierung ihres ersten Restaurants und weiterer Ideen einsammeln konnten.

Wo siehst du euch in drei Jahren?

„Auch andere Städte sollen in den Genuss unserer veganen Burger kommen — am liebsten in der Kombination aus Foodtruck und Restaurant“, wünscht sich Ulrich. „Es wäre toll, wenn wir unsere Idee so weiterentwickeln könnten, dass wir sowohl davon leben als auch Gutes tun können.“ Dabei ist es ihm sehr wichtig gesund zu wachsen und vor allem den Spaß an seiner Arbeit nicht zu verlieren.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich?

„An erster Stelle heißt Nachhaltigkeit für mich, dass man sein Leben so lebt, dass das Leben auch für die Generationen nach uns lebenswert bleibt“, gibt mir Ulrich seine Definition. „Wir müssen diesen wunderschönen Planeten erhalten und ein Bewusstsein für Alle auf dieser Erde entwickeln.“ Für die Bunten Burger bedeutet das beispielsweise biologisch abbaubare Verpackungen zu verwenden oder lieber an einem Tag mal ausverkauft zu sein, als Lebensmittel wegschmeißen zu müssen.