Besser Solarthermie für Ökowärme!

Besser Solarthermie für Ökowärme!

Das Energie-Forum KölnAgenda sieht Gefahren für die Energiewende

Seit Beginn der Heizzeit wirbt die Energieagentur NRW im Radio dafür, mit Wärmepumpe und Solarstrom vom eigenen Dach ganzjährig regenerativ zu heizen. Das Energie-Forum von KölnAgenda e.V. sieht dies kritisch und schrieb dazu NRW-Umweltminister Remmel an: Sonnenstrom fällt – so das Kölner Energie-Forum – überwiegend im Sommerhalbjahr an, praktisch gar nicht an den verbrauchsstarken kältesten Jahreswochen. Wärmepumpen verbrauchen viel Strom und arbeiten überwiegend mit Luft als Wärmequelle und sind deshalb in dieser Zeit kaum besser als Stromdirektheizungen. Unsere Stromnetze und Kraftwerke werden deshalb durch Wärmepumpen zusätzlich belastet. Dies erschwert die Energiewende und erhöht zwangsweise den Einsatz von Kohlestrom.
Der gute Name der Energieagentur NRW darf nicht durch flotte PR-Halbwahrheiten beeinträchtigt werden!

Solarthermie statt Photovoltaik

Erneuerbare Energie im Wärmesektor darf nicht Türöffner zum Stromheizen sein. Sinnvolle Erneuerbare Wärme ist vor allem Solarwärme, die durch Sonnenkollektoren auf dem Dach hergestellt wird. Im Winter kann hierbei die Spitzenlast beispielsweise durch Holz abgepuffert werden. Hier wird traditionell ein gut gedämmter Speicher mit gebaut und kann sogar formschön mitten in ein Haus integriert werden. Versierte Planer berücksichtigen außerdem durch steilere Kollektor-Aufstellung die höhere Wertigkeit der Energie im Winterhalbjahr. Im Sommer steht ja so viel Sonnenlicht zur Verfügung, dass die Anlagen sogar Gefahr laufen sich zu überhitzen. Da ist die geringere Ausbeute im Sommer während vieler sonnenreicher Wetterlagen hilfreich.

Innerhalb einer Nachbarschaft lassen sich sehr große Speicher realisieren, in denen Wärme für den Winter gespeichert werden und bei denen die Wärme intelligent verteilt wird. So gibt es in Süddeutschland Großspeicher, die nahezu die benötigte Wärme im Winter vollständig abdecken können. Solche Anlagen müssten vermehrt auch in NRW und insbesondere in Köln gebaut werden. Schließlich: Effizient und klug zur Verfügung gestellte Wärme kann Strom an vielen Stellen ersetzen: Beim Heizen, zum Duschen aber auch per Warmwasseranschluss an Spül- und Waschmaschinen – neuerdings sogar in Trocknern.