hdak: Verkehr des guten Lebens

hdak: Verkehr des guten Lebens

Fuß, Rad, Bahn & Co: Die Agora Köln präsentierte im haus der architektur köln (hdak) das nachhaltiges Mobilitätskonzept „Verkehr des guten Lebens“. Zukünftig soll die Nahmobilität und nicht mehr das Auto den Ton angeben, durch die Mobilitätswende würde Köln zu einer lebenswerteren und menschengerechteren Stadt.

Die Themengruppe Mobilität der Agora Köln stellte das nachhaltige Mobilitätskonzept am 19. Mai 2015 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Eine Stunde Baukultur“ im haus der architektur köln (hdak) vor. Das hdak war daran interessiert, was die Kölner Bürgerschaft für Mobilitätsideen entwickelt hat. Insgesamt waren gut 50 BesucherInnen gekommen, welche engagiert mitdiskutierten und interessante Ideen entwickelten, wie das Konzept umgesetzt werden könnte. Veronica, Hannes, Ralph und Volker trugen in einer guten halben Stunde Teile der Inhalte des Konzepts vor.

Köln lebenswert gestalten

Besonders beachtet wurde die Stadtentwicklung: Die Plätze und Straßen Kölns sollen künftig wieder mehr Lebensqualität in die Stadt bringen anstatt zum reinen Verkehrsraum zu verkommen. Stau, Parkplatzprobleme, Feinstaubbelastung und Verkehrstote – die Verkehrssituation in Köln entspricht nicht den Bedürfnissen der Kölner BürgerInnen. Unsere Radwege sind in einem desolaten Zustand und Gehwegbreiten werden oft nicht eingehalten, da „wildes Parken“ toleriert wird. Die Agora Köln fordert die Verkehrswende: Weg vom Flächenfraß durch den motorisierten Individualverkehr, hin zu Fuß-, Rad und anderen Verkehrsarten des „Umweltverbundes“.

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Ambitionierter als das Strategiekonzept der Stadt

Das Konzept enthält zahlreiche konkrete Maßnahmenvorschläge, die der Politik und Stadtverwaltung aufzeigen, wie sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln eine lebenswerte und zukunftsorientierte Stadt vorstellen und wie die Mobilität in der Stadt weiterentwickeln sollte. Das Konzept ist ein Beitrag für das geplante „Stadtentwicklungskonzept Mobilität und Verkehr“ – in seinen Zielen aber ambitionierter als das Strategiekonzept „Köln Mobil 2025“ der Stadt.

So wird ein Schuh draus!

Am Ende des Vortrags wurden mit dem Publikum Ideen entwickelt, wie das Konzept umgesetzt werden kann. Wie kann die Politik und Verwaltung überzeugt werden die Mobilität in Köln lebenswerter zu gestalten? Eine Idee aus der Diskussion: eine repräsentative Umfrage könnte das Thema beflügeln. Auch Pilotprojekte, wie der „Tag des guten Lebens“, helfen Konkretes umzusetzen, denn Erfahrungen überzeugen mehr als Argumente, so eine Anregung. Der Widerspruch zwischen dem Wunsch nach Ruhe und Freiräumen und der Bequemlichkeit sollte versucht werden aufzuheben. Damit das Konzept ernst genommen wird, sollten aber realistische Ziele gesetzt werden, lautete eine Wortmeldung. Am Ende wurde die Rolle der Agora Köln thematisiert: Die Bewegung könnte als Treiber oder Katalysator wirken und so die Dinge in Köln voranbringen.

Die gelungene Veranstaltung hat gezeigt, dass das Mobiltätskonzept ankommt und es wurden weitere UnterstützerInnen und Ideen gefunden. So kann es weiter gehen!

Nächste Gelegenheiten, sicher über das Konzept zu informieren und auszutauschen:

31. Mai 2015 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr: „Tag des guten Lebens: Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit“ in Köln-Sülz, der Stand der Themengruppe Mobilität an der Ecke Berrenrather Straße / Weyertal

Juni 2015, 17.30 Uhr: Köln nachhaltig gestalten: Mitgedacht! Köln nachhaltig mobil – Mobilitätswende in Köln, FORUM Volkshochschule im Museum