CDU will höhere Gebühren für Anwohnerparken und Brückenmaut prüfen lassen

CDU will höhere Gebühren für Anwohnerparken und Brückenmaut prüfen lassen

Der Einsatz für eine nachhaltige Mobilität liegt der Kölner CDU anscheinend am Herzen – deshalb hat sie in der Ratssitzung am 5. Februar 2013 beantragt, sowohl höhere Gebühren für Anwohnerparken als auch die Einführung einer ‘Brückenmaut’ prüfen zu lassen.

Die Vorschläge haben sich aus einem “Sparwettbewerb” der CDU ergeben. Dieser fand zum einen kurz vor dem bereits weithin bekannten und professionell modertierten Bürgerhaushalt zum gleichen Thema statt. Zum anderen hat die CDU auf eine professionelle Moderation und eine Sichtung der Vorschläge verzichtet, und direkt beantragt, die vollständige Liste der Vorschläge von der Verwaltung prüfen zu lassen – was, nach launiger Debatte, abgelehnt wurde.

Zwei Ideen haben es uns trotzdem angetan.

Anwohnerparken?

So wurde vorgeschlagen, die Gebühren für das Anwohnerparken deutlich anzuheben. Hier werden momentan 30 Euro / Jahr fällig. Dies ist zum einen gering verglichen mit den normalen Parkgebühren für “Auswärtige”, die ebendiese Summe innerhalb weniger Tage zusammenhaben. Warum Anwohner, die ja aufgrund ihrer Innenstadtwohnung durchaus oft aufs Auto verzichten könnten, derart bevorzugt werden, ist unklar.

Die deutliche Anhöhung der Anwohnerparkgebühren, die die CDU prüfen wollte, könnte tatsächlich zum Umstieg vom individuell besessenen Auto hin zum Fahrrad, dem ÖPNV oder dem Carsharing sein. Und damit sowohl den fließenden als auch den ruhenden Verkehr zu reduzieren.

Brückenmaut

Zum anderen wollte die CDU eine “Brückenmaut” prüfen lassen. Dies kommt einer Citymaut schon recht nah, die auch im Paket inbegriffen war, und ermuntert ebenfalls zum Umstieg auf alternative Verkehrsformen. Zudem würde es den .  Darüber hinaus  würde sie den Einzelhandel in Deutz, Kalk und Mühlheim, den auch dank der KölnArcaden absterbenden Zentren im Rechtsrheinischen, wieder beleben.

Der Weg nach vorn!

Dieser (überraschende) Einsatz der Partei für derartige Politikmaßnahmen für eine vorausschauende, nachhaltige Gestaltung der urbanen Mobilität wird vom (ansonsten natürlich über-partlichen) Team von Köln Kann Nachhaltig begrüßt! Auch wenn die CDU in der ersten Runde gescheitert ist würden wir es natürlich begrüßen, wenn es hier einen neuen Anlauf geben könnte – vielleicht finden sich ja Mitstreiter auch in anderen Teilen des politischen Spektrums?

 

 

Photo: A. Savin /  Creative Commons Attribution-Share Alike-Lizenz