Bio und mehr - ein Hurra auf die Debatte um unsere Lebensmittel!

Bio und mehr – ein Hurra auf die Debatte um unsere Lebensmittel!

Nutzt Bio? Meiner Gesundheit, oder der Umwelt? Oder doch lieber fair, regional, vegetarisch, freeganisch, urban-gärtnerisch oder nach den 5-Elementen der chinesischen Medizin?

Eine gute Debatte!

Ob beim Protest gegen den “Erlebnis-Bauernhof” auf dem Neumarkt, der Debatte um die gesundheitlichen Vorteile von Bio (anscheinend wenige) oder den Kosten von Bio-Lebensmitteln in der ARD-Doku – die Debatte um Bio-Lebensmittel ist “in aller Munde”.

Und es ist eine komplexe, verworrene Debatte. Zum einen geht es um die eigene Gesundheit – sind Lebensmittel pestizidbelastet? nährstoffreich? insgesamt – gesund? Aber es geht um mehr – um das Auskommen von Bauern, von Milchbauern in Deutschland und Kakao-Pflanzern in Ecuador; um “globale Wertschöpfungsketten” und Transportmeilen, um Haltungsbedingungen und Tierrechte (auf körperliche Unversehrtheit?), etc.

Hierbei ist industriell erzeugtes, und rund um die Erde geschifftes “Bio” sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber im Vergleich der Extreme zeigt sich, das es wirklich, deutliche Unterschiede gibt, und zwar zum Beispiel zwischen:

  • Der Bio-Möhre, im Kölner Umland gewachsen, vom Kleinbauern auf dem Rudolfplatz verkauft, und in der heimischen Küche zubereitet;
  • Einer Fertigpizza, mit Zutaten aus der ganzen Welt, “Formfleisch” aus Schlachtabfällen als Schinken und Pseudo-Käse, unter Profitdruck von einem Großkonzern gefertigt und unterbezahlten, überwachten Verkäufern im Discounter vertrieben.

Hierbei gibt es keine “einfachen Antworten”. So sind die beliebten Balkon-Kräuter anscheinend oft mit Schwermetallen belastet, wenn man an großen Straßen wohnt. Aus Recycling-Papier entweichen Schwermetalle (aus den Druckfarben) ins Gemüse. Und Käse (vegetarisch!) hat einen höheren “ökologischen Fußabdruck” als Hühnchen. Und konventionelle Hühnchen eventuell einen geringeren als Bio-Hühnchen (einfach auch, weil sie kürzer leben).

Und jetzt?

Statt einfachen Antworten hilft – stetiges Nachfragen! Und Auseinandersetzung mit dem, was man so in seinen Körper an “Lebensmitteln” aufnimmt.

In Köln gibt es hierfür mittlerweile eine Vielzahl an Angeboten.

Konsequent, bio, vegetarisch und 5-elementig, geht’s zum Beispiel beim Mittagstisch im BioGourmetClub zu, rustikaleres in der Nachbarschaft bei “Guten Abend”.

Sein eigenes Feld beackern kann man bei Gartenglück, in Pflanzkisten wühlen bei den Urbanen Gärten.

Biogemüse direkt vom Bauern gibt es Samstags auf dem Rudolfplatz. Fair-Trade im Weltladen.

Und einfach und unkompliziert gibt’s Bio bei den Bio-Läden und Bio-Supermärkten im Stadtgebiet.

Und noch viel mehr Addressen im Utopia City Guide.

 

Na dann – bis bald auf dem Acker! Oder am gemeinsamen Mittagstisch!

 

Foto: Aktion “Studentenfutter” an der Uni Köln, Marén Wirths, Matahina, für die Transition Town Initiative Köln.