11 Gründe, warum Radfahren in Köln der Himmel ist:

11 Gründe, warum Radfahren in Köln der Himmel ist:

Während der Express sich seitenweise im Autofahrer-Elend suhlt – haben wir ein Gegenmittel!

Unsere 11 Gründe, warum Radfahren in Köln der Himmel ist:

1. Links-Abbiegen erlaubt!

Als Fahrradfahrer kann man an vielen Stellen links abbiegen, wo es für Autofahrer verboten ist, auch wenn man dafür manchmal gleich über zwei oder drei Ampeln muss. Warum? Weil Fahrräder kleiner, flexibler und weniger gefährlich sind, und deswegen weniger strikt gelenkt werden müssen. Und wenn’s wirklich mal verboten ist, kann man sich schiebender-weise zum Fußgänger machen, dann ist fast alles erlaubt.

2. Baustellen kann man flexibel umfahren

Stau vor Baustellen ist auch kein Problem – so darf man an “rot-wartenden” Autos vorsichtig und umsichtig rechts vorbeirollen. Um dann danach fröhlich und frei weiterzufahren!

3. Die Aussicht von den Rheinbrücken

Während Autofahrer schonmal aus Versehen auf der falschen Rheinseite landen, passiert dies Fahrradfahrern seltener. Dafür werden sie bei der Rheinkreuzung mit einer tollen Aussicht belohnt – auf den Dom und das Rheinpanorama. Oder lernen, auf der Hohenzollernbrücke, schiebenderweise die internationale Anziehungskraft der Domstadt für Touristen als allen Ländern kennen.

4. Umsonst Flexi-Parken überall!

Zwar gibt es viel mehr Parkplätze für Autofahrer als für Radfahrer – und diese nehmen noch einmal viel mehr Platz weg – trotzdem finden Radfahrer schneller, günstiger und nähere Parkplätze, und wenn’s an einem Halteverbotsschild oder einem Laternenpfahl ist. Denn ein Fahrrad braucht halt nur ein zehntel vom Platz eines Autos. Und auf der neu geplanten Venloer gibt es sogar genug offizielle Parkständer – juche!

5. Die Autofahrer wissen Bescheid!

Autofahrer aus Köln wissen Bescheid – sie leben in einer lebendigen Großstadt, da kann schonmal ein Radfahrer überraschend um die Ecke kommen! Kölner Autofahrer fahren deswegen eher defensiv, wenn auch etwas gezwungen. Und die aus dem Umland lernen die Lektion meist schnell.

6. Die Fußgänger auch!

Auch wenn der ein oder andere mal Smartphone-tippend auf die viel zu engen Radwege läuft oder abends am Ring mit einem Bierchen zu viel eine Pause auf dem Radweg einlegt: Die Kölner Fußgänger kennen die schlechten Radwege und die Gefahren im Straßenverkehr – man kommuniziert meist höflich und respektvoll miteinander. Und freut sich, dass der Radfahrer nicht im Auto sitzt, und einem die Abgase um die Ohren bläst.

7. Bei Wind und Wetter!

Die grundsätzliche Mittelmäßigkeit der Stadt wirkt sich auch beim Wetter aus: Richtig Schnee ist nie, richtig heiß nur ein paar Tage, und eine Regenpause findet sich immer. Deswegen kann man auch immer irgendwie Fahrradfahren. Wochenlange Schneepausen oder Hitzewellen, die einem das Radeln vergrätzen? Wir sind ja nicht in Berlin!

8. Das variable Straßenbild

Ob auf Neusser, Dürener oder Venloer: Hier kann kein Auto rasen, denn dafür sorgen die Zweite-Reihe-Parker. Feier sie und freut Euch! Sie zwingen Euch zwar zu einem kurzen Schlenker, die Autos aber zum abwarten, gucken, drumumgurken. Eine besser Lektion in Achtsamkeit und einen eindrücklicheren Hinweis auf das eine im-weg-stehen gibt es nicht!

9. Die Freiheit von zwei Rädern

Zwar sind Radwege und Straßen etwas gleich buckelig – aber während die viel zu engen Radwegen kaum Ausweichmöglichkeiten bieten, sind die Straßen breit genug, um sich mit dem Rad fröhlich pfeifend und vorausschauend im Slalom um die Löcher rum zu schlängeln. Und weil die Radwegbenutzungspflicht schrittweise und endlich aufgehoben wird (weil jahrezehntealte Bundesgesetze auch in Köln angekommen sind), geht das auf immer mehr Straßen. Zum Beispiel auf der Dürener, auf Teilen des Gürtels oder auf der Venloer Straße zwischen Gürtel und Äußerer Kanalstraße.

9. Dann gibt’s ja noch die KVB

Ein Segen für alle Kölner Radfahrer – die KVB! Hier kann man sein Rad auf langen Wegen mitnehmen – und dann schnell von der Haltestelle zum Ziel radeln. Flexibler geht’s fast nicht.

10. Ganz entspannt und easy

So fahren die Kölner Radler durch den Grüngürtel – zum Beispiel. Lassen sich die frische Luft um die Nase wehen, den Geruch der Jahreszeit (nach frisch gemähten Wiesen, nach dem ersten Nebel im Herbst, nach feuchten Laub), schauen den Hunden beim Spielen zu und den anderen Radfahrern nach. Ganz ohne Autostress und Lärm.

11. Es kann nie voll genug sein!

Denn je mehr Leute Radfahren, desto sicherer sind alle. Weil dann auch die Autofahrer auf den steten Strom fröhlich lächelnder, entspannter Radler achten.

 

So, liebe Express-Schreiberlis, jetzt wisst ihr Bescheid! Viel Spaß beim Brötchenholen im SUV, wir fahren dann mal Rad.

Und wenn jetzt jemand meckert, weil’s doch 12 Gründe sind, zählt doch einfachmal beim Express nach. Aber ja, bei all der Autowut, da kann man schonmal die Übersicht verlieren.

 

Photo: Michael Hokkeler.
ps: Zu rosa-rot-positiv? Es gibt auch andere Meinungen